Es gibt immer wieder Argumente, die zu hören oder zu lesen sind, die uns weismachen wollen, dass die Atomkraft gut für unser Klima ist - also CO2 sparend ist. Unverständlich ist jedoch die Angst vor der Klimaveränderung soweit in den Vordergrund zu spielen, dass die Angst vor einem Atom-GAU verdeckt wird. Dabei hat die Klima-Enquetekommision des Bundestages schon klar gestellt, dass Atomkraft keinen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems leisten kann, denn es behindert in einem erheblichen masse den Umbau des Energiesystems in ein.
Die Lösung kann nur in einem dezentralen effizienten Energieversorgungssystem liegen, welches auf drei Säulen beruht. Diese sind Einsparen, Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien. Das Gegenteil macht die Atomkraft, sie ist maximiert auf Energiebereitstellung und das mit einem Wirkungsgrad von rund 30 Prozent. Betriebswirtschaftlich rechnen sie sich auch nur, bei maximaler Auslastung - also wenn viel Energie verbraucht wird. Klimaschutz sieht da anders aus, nämlich hoher Wirkungsgrad und geringstmöglicher Verbrauch.
Als Beispiel sei aufgeführt, dass 60% des Stromes in Kraft-Wärme-Kopplung produziert werden könnte. Einsparpotential: 30 Atomkraftwerke. In Deutschland sind noch 17 in Betrieb.
Da fragt man sich, warum es noch nicht losgeht? Weil es eine rein machtpolitische Auseinandersetzung ist. Die Großkonzerne verdienen mit der Energie von gestern sehr viel Geld! Der Umbau des Energiesystems bietet außerdem eine Chance für "Newcomer" und das wird natürlich mit allen Mitteln versucht zu verhindern. Da spiel das Klima keine so große Rolle - noch.
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Textquelle: Taz 29.12.2006: "Atomkraft rettet das Klima nicht"