Dadurch, dass in der Massentierhaltung, nur wenige Rassen zum Einsatz kommen, ist die genetische Vielfalt ihr schon eingeschränkt. Doch die genetische Verarmung wird auch dadurch gefördert, es oft nur wenige Elterntiere gibt. Bis jetzt läuft das Geschäft gut damit. Doch wenn die genetische Verarmung weit fortgeschritten ist und irgendeiner Infektionskrankheit auftreten sollte, welches diesen Tieren schwer macht gesund zu bleiben... ja dann wird es lustig. Denn genau das führt dazu, unsere Nahrungsgrundlage schwer gefährdet ist.
Doch nicht nur in der Massentierhaltung ist dieses Phänomen zu beobachten, sondern natürlich auch im Anbau von Pflanzen. Nicht nur dass die Artenarmut schon groß ist, sondern auch innerhalb der Art gibt es meist weltweit nur wenige Sorten. Er stellt sich jeder vernünftig denkende Mensche, die Frage, ob Monopoly spielen in diesem Ausmaße nicht besser zuhause auf dem Tisch bleiben sollte. Sucht man ein wenig in der Literatur, so findet man circa 80.000 verschiedene Nahrungspflanzen. Fragt man vielleicht dazu einen Durchschnittsmenschen, so werden wahrscheinlich nur wenige Pflanzen genannt werden. Ich behaupte einmal mehr als 25 werden es dann kaum sein.
Gerade die großen Konzerne, allem voran Monsanto versucht hier mit fadenscheinigen Argumenten die Gentechnik einzuführen. Diese beruhen meist auf ganz wenigen Arten und ganz wenigen Sorten. Die Risiken werden wie immer verschwiegen oder einfach verharmlost.
Die Natur ist wie immer das beste Beispiel. Hier gilt es nichtdie genetische Verarmung voranzutreiben sondern das Gegenteil. Diversifizierung ist das Maß aller Dinge. Das würde im Grunde jedem Risikomanager freuen, denn Risiken werden dadurch nicht maximiert sondern minimiert. Tritt einmal eine Krankheit aufgrund schlechter genetischer Voraussetzungen auf, ist der Schaden sehr begrenzt. In dem oben beschriebenen Fall ist er quasi unbegrenzt.
Ein Ausweg ist wie immer der biologische Landbau. Viele derjenigen, die so einen Anbau betreiben versuchen die genetische Vielfalt zu erweitern, oder mindestens zu bewahren. Aber auch hier gibt es sicherlich noch viel Forschungsbedarf. Auch dieser unterliegt im Moment einer Konventionalisierung, die hoffentlich aber nicht so weit gehen wird, wie in der konventionellen Landwirtschaft. Vielleicht werden es gerade die kleinen Landwirte sein die ihr Saatgut bewahren und damit die Menschheit retten.
Quellen: welt.de Massentierhaltung gefährdet Erbgut-Vielfalt, abenteuerwissen.zdf.de bedrohter Weizen, wikipedia: black sigatoka
PS: Geht doch mit der Spracherkennung oder?
))))
Ich denke, das ist der Knackpunkt, weshalb die Gentechnik überhaupt so viele Chancen hat... Auch wenn es garantiert falsch ist, so zu denken.