Abwasserreinigung mit Pflanzen - Bauanleitungen für 4 bis 400 Einwohner
Das Buch hat den Anspruch bei der Entscheidung, welche Anlage in welcher Situation am besten geeignet und welche Arbeiten man in Eigenleistung machen kann und welche (vielleicht besser) nicht. Sicherlich ist z.B. für die Beurteilung der richtigen Filtersandes die Erfahrung eines Fachmannes anzuraten.
Die Entscheidung für eine naturnahe Abwasserrbehandlung ermöglicht ein ganzheitliches System zu schaffen. Es bleiben zumindest beim ersten studieren keine Fragen offen, ein echtes Buch aus der Praxis.
Ein kleiner Teil des Buches ist den Hinweisen zum Bau von verschiedenen Komposttoiletten gewidmet. Diese stellen die effizienteste Art Wasser und Klärschlamm einzusparen dar. Im nächsten Leben (wenn die neue Hütte endlich gefunden ist) kommt sowas ins Haus, ganz klar.
Der Rest beschäftigt sich mit Bauanleitungen zu Rohre, Absetztgruben, Schächten, Pflanzenkläranlagen (verschiedene Bauarten) und dem Betrieb solch einer Kläranlage.
Die rechtliche Situtation wird auch deutlich dargestellt. So liegt die Abwasserbeseitungspflicht in den Händen der Kommune bzw. der Abwasserzweckverbände. Diese Pflicht ist meist mit einem Anschlusszwang gekoppelt. Wenn man nicht sehr abgelegen liegt, kann eine Befreiung vom Anschlusszwang schwierig sein. Regelungen sind auch nicht Einheitlich und von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich. Also besser die zuständige Behörde befragen - oder eben auch nicht. Wenn man nur sein eigenes Brunnen- und Regenwasser so behandeln will, sollte man durchaus bedacht vorgehen. Behörden sind, wenn man Pech hat unberechenbar.
Das wird ganz deutlich in dem Absatz:
So haben wir die paradoxe Situation, dass auf der einen Seite die grenzenlose Liberalisierung und uneingeschränkte, weltweite Freiheit für Unternehmen durchgesetzt wird, während es auf der anderen Seite zu drastischen Einschränkungen kommen kann, wenn es aber darum geht, die Belange seines eigenen Wassers und Abwassers in die Hand zu nehmen...
Betrachtet man die Situation ganz nüchtern, ist der Umgang mit Wasser eine Katastrophe. Wasserklos sind im Grunde völlig ungeeignet um diesen Rohstoff sinnvoll zu nutzen. Uns wird nur vorgegaukelt, dass dies ein Fortschritt sei, doch er ist ein Rückschritt. Übertriebener Weise könnte man sagen, es geht vor allem um viel Geld und um die Verdünnung von Industrieabwässern. Denn mein Brauchwasser sollte noch so "rein" sein, dass ich es ohne schlechtes Gewissen zum gießen im Garten verwenden könnte. Aber das darf man ja alles nicht...
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