Mit erstaunen hab ich gelesen, dass die Weltbank nach eigener Analyse des Weltenwicklungsberichtes offen davor warnt, dass sich der Agrosprit sich nicht rechnet. Die Gründe sind eindeutig. Einerseits ist die Abholzung für die Anbaufläche klimaschädlich, Nahrungsmittel verteuern sich durch die Produktion und schadet dabei wie immer den Ärmeren mehr als den Reichen. "Nutzen" bringt das nur für wenige Menschen.
In den Fokus rutscht plötzlich die Landwirtschaft der Kleinbauern, denn drei viertel der Armen und 80% der Hungernden auf der Erde lebt im ländlichen Gebieten und zwar meist als Bauern. Investitionen genau dorthin seien viermal wirksamer bei der Armutsbekämpfung als andere Investitionen.
Hoffentlich folgt den Analysen und schönen Worten nun auch bald Taten, denn bisher ist die Weltbank mir lediglich mit zweifelhaften Großprojekten negativ aufgefallen.
Und die Übertragbarkeit auf Deutschland ist gar nicht so schwierig. Auch hier wären Investitionen in kleine Betriebe viel effektiver als in Großbetriebe. Betrachtet man den Umsatz pro "Subventionen" Beihilfen, kommt man auf ähnliche Ergebnisse. Da erwirtschaften kleine Betriebe pro Euro Subvention sicherlich viel mehr Euros als Großbetriebe. Das ganze verrechnet mit Arbeitsplätzen, dann ist die Lage noch eindeutiger. Aber soweit ist die politische Diskussion leider noch nicht.
Quellen: Organisationen fordern Ende der Entwicklungshilfe für Öl, Landwirtschaft in Entwickungsländern stärken,