Im Vietnamkrieg 1961 bis 1971 wurden rund 80.000.000 Liter des dioxinhaltigen Pflanzengiftes Agent Orange versprüht, um Wälder zu entlauben und Felder unbrauchbar zu machen. Vor allem zwei US-Firmen Dow Chemicals und Monsanto stellten das Gift her. Reparaturzahlungen oder Unterstützung zum beheben der Schäden hat das reiche Land USA an das arme Land Vietnam bisher keine gezahlt.
Die Folgen waren und sind immer noch nicht aus der Welt. Mehr als 100.000 Kinder wurden seit dem Krieg mit schwersten Missbildungen geboren, bis heute treten verstärkte Totgeburten und schwere Schäden auf. Rund 366 Kilogramm Dioxin sind versprüht worden, nur ein Milliardstel Gramm gilt als Krebs erregend.
Beim Abzug der Truppen verschüttete man die "Reste" einfach an den Militärbasen aus. Bis heute wurden diese Böden nicht entseucht. Bis heute darf man dort (eigentlich) kein Wasser trinken oder Lebensmittel anbauen. Nun soll diese Entseuchung mit Hilfe von 1 Millionen Dollar geschehen, läppische 400.000 steuert die USA zu - immerhin nach über 30 Jahren ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Chemiefirmen lehnen jede Verantwortung bis heute ab. Sie machen jährlich je ca. 5 Milliarden Dollar Gewinn - offensichtlich ohne Verantwortung und Rücksicht auf die Gesundheit. Die US-Gerichte lehnen seit Jahren ab, dass es einen Zusammenhang zwischen Pflanzengift und Leiden der Menschen gibt. Nicht einmal heute nehmen solche Firmen eine Verantwortung gegenüber der Erde und der Schöpfung war. Das ist nicht gerade beruhigend...
Quellen: taz.de: Vietnam: Kleiner Schritt der USA, Bild: TCDD.png