In den letzten 40 Jahren wurden für die
Kernfusionsforschung dutzende Milliarden Euro ausgegeben, ohne, dass
wesentliche Fortschritte erzielt wurden. Für den neuen
Forschungsreaktor ITER sind alleine für den Bau weitere sieben
Milliarden Euro vorgesehen. Ziel des Experiments ist es, in 30 Jahren
zu wissen, ob die Kernfusion nach 2050 Beiträge zur Energieversorgung
leisten kann.
Es handelt es sich um schlecht investiertes Geld. Würde das gleiche Geld in Forschung für Erneuerbare Energien investiert werden,könnte schon in wenigen Jahren die Ernte eingefahren werden. Klimaschutz, Energieversorgungssicherheit und die Schaffung von tausenden Arbeitsplätzen sollten und können mit Erneuerbaren Energien heute angepackt werden und nicht erst in 50 Jahren. Die Milliarden für Kernfusion behindern dies.
Quelle: www.oekonews.at
Ich muss leider sagen, dass es sich hierbei um eine sehr kurzfristige und vor allem sehr eingeschränkte Sichtweise handelt. Zum einen ist es nicht so, dass im Bereich der Fusionsforschung bis heute keine Fortschritte erzielt wurden. Ganz im Gegenteil hat sich das Reaktordesign gegenüber den Anfangszeiten grundlegend verändert und verspricht auch Erfolgsaussichten für den geplanten ITER energieeffizient zu arbeiten.
Zum anderen ist es so, dass alle Investition in erneuerbare Energieen das Grundproblem nicht beseitigen, da die erneuerbaren Energieen, die in Deutschland in größerem Umfang zur Verfügung stünden allesamt das Problem haben, dass die mögliche Energieerzeugung nicht konstant ist, was diese für die Deckung des Energiegrundbedarf unbrauchbar macht. Für Energieerzeuger sind erneuerbare Energieen in hohem Maße Problematisch, da entsprechend große Speicherkraftwerke angelegt werden müssen um die Stromschwankungen auszugleichen.
Im Grunde bin ich auch für die Weiterentwicklung erneuerbarer Energieen aber langfristig ist die Kernfusion die einzige Technologie, die neben der Erschließung praktisch endloser Energievorkommen in der Lage ist noch viele andere Probleme zu lösen (etwa abhängigkeit von den Nah-Ost-Staaten, mangelnde internationale Zusammenarbeit, Verbrauch unersetzbarer Primärenergieträger, die gerade für die Produktion von Koststoffen nötig sind, ...)
Gruß, Raiden
Wenn man nun das gleiche Geld, welches in die gesamte Atomenergie fließt, in alternative Forschung stecken würde und das seit Jahren, hätten wir vielleicht schon das Energieproblem gelöst. Auch die ganzen Einsparpotentiale sind eigentlich noch gar nicht angegangen.
Für mich denkbar ist auch die kalte Fusion, die anscheinend soweit ich das recherchieren konnte doch möglich zu sein scheint. Hierbei entstehen auch keinerlei gefährlichen Abfallprodukte, mit denen keiner Umgehen kann.
Was du hier in deiner Kritik aus meiner Sicht nicht berücksichtigst, ist dass du den aktuellen Stand der Technik bei regenerativen Energien zur Lösung heran ziehst. Würden wir heute einfach nur mehr Windräder und Solarzellen auf die Dächer machen, wäre das Problem nicht gelöst. Ein Schritt in diese Richtung sind z.B. die sogenannten Flow-Batterien...
Desweiteren halte ich nicht viel von zentralen Megakraftwerken. Sowas hat in echten demokratischen Strukturen einfach nichts verloren.
Gruß Ralf