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Die Pflanzenwelt im Biogarten

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Tomate (Lycopersicon esculentum M.)

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Typ: Fruchtpflanze
Planetenkonstellation: Frucht
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Boden: 6 pH
Kulturdauer: 150 Tage
Günstige Vorkultur: Spinat
Mischkultur günstig mit: Spinat, Basilikum
Saattiefe: 0,5 cm
Planzabstand: 100x60 cm

Aussaat - Pflanzung - Ernte

Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

Aussaat - Anzucht
Pflanzung - Freiland
Erntezeit

Allgemeines

Die Tomate ist eine gern gesehener Mischkulturpartner - wenn er nur nicht so anfällig gegenüber Krautfäule wäre (s.u.). Nur Kartoffeln, Rote Beete, Fenchel und Erbsen mögen sie nicht. Viele schädlichen Insekten hält das stark duftende Tomatenkraut ab, so hält sich zum Beispiel der Kohlweißling vom Kohl fern (auch wenn man das heutzutage eher fördern möchte). So werden auch Erdflöhe, Kohlfliegen, Möhrenfliege und Lauchmotten von der Kultur abgehalten. Aus dem Kraut läßt sich auch Kaltwasserauszug herstellen. Faustregel: 2 Hand zerkleinertes Kraut, 2L Wasser, 2 Stunden ziehen lassen und die zu schützenden Pflanzen mehrfach übersprühen. Nicht kurz vor der Ernte anwenden, da Tomatenkraut nicht zu unserem Nahrungsspektrum gehört und schwach giftiges Solanin enthält.

Anzucht

Wichtig bei der Anzucht von Tomaten ist, dass sie genügend Licht, Platz und Dünger hat. Falls die Tomaten anfangen hellgrün oder zu lang zu werden ist das ein Zeichen für das Gegenteil. Auch sollte sie nicht zu viel gegossen werden, auch das spielt mit eine Rolle. Sie wird während der Anzuchtphase eher dann gegossen, wenn kurz bevor sie anfängt die Blätter hängen zu lassen. So bekommt man kräftige Pflanzen. Der Beginn der Anzucht richtet sich stark nach den Gegebenheiten und so fällt eine allgemein gültige Aussage schwer.

Das Auspflanzen erfolgt Mitte Mai, wenn die Frostgefahr vorüber ist. Die Meinungen darüber, wie die Tomaten ideal gezogen werden sollten, sind wahrscheinlich so vielfältig wie es Gärtner gibt. Am verbreitetsten ist wohl der eintriebige und der zweitriebige Anbau. Ob diese dann an Wendelstangen, angebunden an Stöcke oder direkt an Schnüren von der Überdachung kann man sich aussuchen. Wichtig ist lediglich genügend Platz, genügend Kompost im Boden und am Besten ein Dach über dem Kopf damit die Tomatenpflanze möglichst trocken bleibt. Im Gewächshaus sollte die Luftfeuchtigkeit möglichst gering gehalten werden. Die Braunfäule (Krautfäule, Tomatenfäule) wird sonst begünstigt.

Damit die Tomaten nicht zu buschig werden und schön in die höhe wachsen werden die kleinen Triebe, die aus den Blattachseln wachsen ausgegeizt - also vorsichtig weggerissen.

Basilikum soll, neben Tomaten gepflanzt, mehr Aroma entwickeln und die Wurzelausscheidungen bewirken, dass Tomaten die Nährstoffe des Bodens besser aufnehmen können.

Schädlinge und Krankheiten

Gegen die Braunfäule oder Krautfäule hilft in der Regel nur, dass die Tomate keine Wasserspritzer vom Boden abbekommen und möglichst trocken bleiben. Der Krankheitserreger ist ein Pilz mit wissenschaftlichem Namen Phytophthora infestans. Seine Sporen werden über den Boden oder über den Wind verbreitet. Desweiteren müssen die Pflanzen schnell abtrocknen können - also nicht zu dicht setzten. So gesehen hilft nur ein gutes Dach oder ein Gewächshaus.

Manche Gärtner schwören auf Knoblauchunterpflanzungen, Kupferdrähten in den Stengel gesteckt und Spritzungen mit Schachtelhalmtee und oder Zwiebelschalentee. Gerade die Kräuterteeanwendungen müssen vorbeugend angewendet werden. Bei Befall ist es schon zu spät. Wenn jedoch die Ursache (Regen von oben) nicht beseitigt ist, kann man die Krautfäule nicht verhindern. Ist die Krautfäule rechtzeitig bemerkt worden, hilft meiner Ansicht nach nur noch eine Kupferspritzung.

Leider gibt es außer wenigen Wildtomaten keine Pilzresistenten Sorten, sodass eine Sortenwahl den Befall kaum beeinflussen mag. Als Indikator für hohen Befallsdruck dienen Kartoffeln. Wenn diese befallen sind, ist auch bald bei Tomaten damit zu rechnen.

Ernte

Die Ernte erfolgt, wenn die Tomate reif ist. Das ist nicht, wenn sie irgendwie rot aussieht, sondern wenn diese kurz vor dem runterfallen sich befindet. Falls Nachtfröste drohen, sollte man alles Ernten was noch reif werden könnte, denn das überlebten die Tomaten in den seltensten Fällen. Diese können im Keller nachreifen, am besten neben Bananen oder Äpfeln, denn die gasen Ethylen aus, welches als natürlicher Reifungsbeschleuniger wirkt.

Lagerung

Die Lagerung von Tomaten ist nur etwas für kurze Zeit und sollte innerhalb weniger Tage verarbeitet werden. Erst wenn die Tomaten länger als eine Woche gelagert werden sollen, würde ich diese in den Kühlschrank unterbringen.

Vermehrung

Da Tomaten selbstbefruchter sind, ist es möglich viele Sorten auf kleinstem Raum zu vermehren. Die Samen werden aus schönen, gesunden Tomaten gewonnen. Größere Mengen Tomatensamen läßt man zwei bis drei Tage vergären und wäscht die Samen dann aus. Geringere Mengen kann man auch zwischen einem Tuch verreiben und anschließend Waschen. Die Samen gut trocknen, kühl und dunkel aufbewahren.


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